Reflexionen des Jahrgangs 10 über das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann
Eine große Familie versammelt sich in der offenen Küche und im Wohnzimmer. Es wird gefeiert, gemeinsam auf Hebräisch gesungen, die Ältesten der Familie lassen sich zum Tanzen hinreißen. Lissy, in den hohen 80ern, hebt die Arme und legt sie um ihren noch älteren Walter, der sie im Rhythmus zwischen den Kindern zur Musik hindurchführt. Woher nimmt Walter Kaufmann bloß all diese Kraft und Le-bensfreude? Seine Lebenseinstellung ist erstaunlich angesichts der vielen Bedrohungen seiner Existenz. Immer wieder bewegt sich sein Weg zwischen Zwang, Notwendigkeit und Gnade, weiterzumachen – an fremden Orten, mit fremden Menschen, unter menschenfremden Bedingungen.
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Im Sinclair-Haus: Reichlich Anregungen für die Wahrnehmung des Waldes bot die Aus-stellung „Wälder: Von der Romantik bis in die Zukunft“.
Siebtklässler entdecken künstlerische Formen der Wald-Wahrnehmung
Reger Austausch unter dem Blätterdach des Waldes. „Kann ich dir helfen?“, fragt die Birke, und die Tanne antwortet: „Ja, kannst du mir etwas von deinem Kohlenstoff schicken? Jemand hat meine Knospen mit einem Tuch verdeckt.“ Was wie der Beginn eines Märchens anmutet, ist tatsächlich Teil der biochemischen Entdeckungen über Duftkommunikation in Baumnetzwerken. Mehr noch als Menschen senden Bäume mit individuellen Duftstoffen Informationen an ihresgleichen und andere Lebewesen. Agnes Meyer-Brandis’ Kunstprojekt ‚One Tree ID‘ enthüllt diese duftende Sprache der Bäume und lädt die Interessierten ein, den Wald mit neuen Sinnen zu erleben.
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